Hundelobby Seevetal und die Freien Wähler kämpfen um mehr Hundestationen in Seevetal

30.09.2017  Das Problem um die Versorgung der Hundekotbeutel, die die Gemeinde verschiedentlich durch Kotbeutelboxen zur Verfügung stellt, ist bekannt. Jeder Hundehalter sollte, so die Meinung einzelner Ortsräte und der Verwaltung, die Hinterlassenschaften während des Gassigangs mit sich rumtragen und dann im eigenen Hausmüll entsorgen!

Die Freien Wähler haben die Umsetzung der besseren Entsorgung, in Zusammenarbeit mit der Hundelobby Seevetal, in Angriff genommen und einen Antrag gestellt.
Aus dem nachstehenden Text können Sie lesen, dass man sich Gedanken gemacht hat, um wie in den Nachbargemeinden, dieses Problem in den Griff zu bekommen. Speziell Jesteburg hat investiert und ist glücklich mit dieser Entscheidung. Es gibt keine Kotbeutel, die achtlos entsorgt werden.
Es ist ja nicht so, dass Hundehalter achtlos die Beutel an Stellen entsorgen, die keiner haben will, nein, man lässt auch die Häufchen einfach liegen. Jeder ist sicher bemüht, hier für Sauberkeit zu sorgen. Leider aber sind es einige die denken, ich zahle Hundesteuer, also darf die Gemeinde auch etwas dafür tun. Teilweise zu verstehen, sollte aber nicht so gesehen werden.

Der Vorschlag zur Verbesserung der Entsorgung der Hinterlassenschaften:

Aufstockung der Hundestationen inkl. Entsorgungskosten sowie Änderung der Hundesteuer für die Gemeinde Seevetal

Antragsentwurf für den Verwaltungsausschuss und den Gemeinderat von den Freien Wählern

Beschlusstext:

Der Verwaltungsausschuss (der Gemeinderat) beschließt die Staffelung der Hundesteuer ab dem Jahr 2018 (ev. 2017) abgeschafft. Die Ungleichbehandlung einer Mehrfachtierhaltung wird beseitigt.

Ab 2018 (ev. 2017) ist eine Erhöhung der Hundesteuer von derzeit 48,- €- auf 56,- €/pro Hund und Jahr vorzunehmen (=> Mehrertrag ca. 10.000,-€).

Es wird ein Betrag von 10.000,- € für die Anschaffungen und Unterhaltung von Hundestationen in den Haushalt 2017 eingestellt.

Vorbemerkung: In Anbetracht der schwierigen Haushaltslage sollte das Konzept möglichst haushaltsneutral gestaltet werden.

Sachverhalt:

In Seevetal sind 2515 Hunde, mit einem jährlichen Steueraufkommen von ca. 130.000 €, angemeldet.

Hier gibt es eine Staffelung von 48,- € für den Ersthund, 2. Hund 84,- € und    3. Hund 120,- €.

In den vergangenen 6 Jahren sind keine Hundestationen ersetzt (8x verschrottet), oder neu aufgestellt worden, obwohl die Bürger dieses, auch direkt bei der Gemeinde, angemahnt hatten. Man bedenke, dass in dieser Zeit ca. 780.000,- € Hundesteuern in die Haushaltskasse geflossen sind.

Standort Maschen

Es besteht aber akuter Handlungsbedarf, denn die Übersicht zeigt, dass einige Orte sehr vernachlässigt werden.

Unsere Nachbargemeinden haben sich der Problematik gestellt und sind, was die Beseitigung von „Unsauberkeiten“ durch die Hunde angeht, z.T. deutlich besser aufgestellt als Seevetal.

Jesteburg beispielsweise betreibt bei einem Bestand von 697 Hunden 40 Hundestationen! Seevetal mit 2.515 Hunden hat zurzeit nur noch 16 (!) Stationen in der Unterhaltung. Um das Niveau von Jesteburg zu erreichen müsste ein Teil der Hundesteuer für öffentliche Hundetoiletten eingesetzt, oder die Hundesteuer erhöht werden. 2011 war die letzte Hundesteuererhöhung.

Es ist ggf. zu klären, ob bereits in 2017 eine Hundesteueranpassung vorgenommen werden könnte?

Grundsätzlich sei angemerkt, dass die Akzeptanz einer Hundesteuerhöhung nur gegeben wäre, wenn aus den Mehreinnahmen auch etwas für die Hundehalter getan werden würde.

Organisatorisch würde es Sinn machen, wenn in der Nähe von bereits bestehenden Müllboxen, die von der Gemeinde bereits unterhalten werden, Hundekotboxen dazugestellt würden. Hierbei ließen sich die zusätzlichen Personalkosten reduzieren.

Die Entsorgung der Kotbeutel sollte durch die Gemeinde organisiert werden, weil die Entsorgung bei den privat organisierten Hundestationen häufig nicht funktioniert und die Hinterlassenschaften in der Landschaft landen. Die Nachbar-Samtgemeinden Hanstedt und Jesteburg entsorgen grundsätzlich durch den Bauhof!

Dazu müssen einzelne, bestehende Hundestationen ausgetauscht werden. So sieht es in unserer Gemeinde aus!

 

 

Die einzelnen Ortsräte, so berichtete auch das Wochenblatt Elbe Geest am 27.09.2017), haben nunmehr ihre Empfehlungen an den Verwaltungsauschuss weitergeleitet, wo über dieses Thema abgestimmt werden soll. Den Zeitpunkt der Sitzung werden wir hier bekanntgeben, denn schon da benötigt dieses Thema Ihre Unterstützung. Die Politik muss den Druck der Bürger/ Hundehalter spüren!

 

 

 

 

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